Die Gesundheitskosten steigen

Die Kosten für die Gesundheit und Pflege steigen immer weiter an. Im Jahr 2017 kostete ein Tag dem deutschen Gesundheitssystem 1 Mrd. Euro. Die Gesundheitskosten beliefen sich demnach 2017 für einen Bürger ca. 4450 Euro.

Die Ausgaben für Pflege und Gesundheit steigt also jährlich an. 2017 sind die Kosten um fünf Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die Gesundheitspflegekosten in den westlichen Industriestaaten belaufen sich auf 3.500 Euro pro Kopf und sind im Durchschnitt um 3,4 Prozent angestiegen.

Woran liegt das, dass die Gesundheitskosten jährlich steigen? Übrigens … in der USA ist nicht viel anders. Die Lebenserwartung wird immer höher – die Menschen werden immer älter. Aber auch der Hightech-Einsatz in Klinken, Rehas und Altersheimen treiben die Kosten nach oben.

Die Gesundheits-Branche

In der Vergangenheit hatte ich bereits einige Beiträge über Rente und die Rentenlücke geschrieben. Die Gesundheitsversorgung wird sich in den nächsten Jahrzehnten mehr als verdoppeln. Die Lebenserwartung ist höher und es gibt immer mehr Menschen auf der Erde.

Laut Welltower (Immobilien-REIT) wird sich die die Altersgruppe 85+ in den nächsten 20-30 Jahre voraussichtlich verdoppeln. Durch diesen demographischen Wandel wird der Gesundheits-Sektor davon enorm profitieren, davon gehe ich mal ganz stark von aus. Wie älter die Bevölkerungsgruppe ist, desto mehr wird für die Gesundheitsversorgung ausgegeben. Die Altersgruppe 85+ bringt pro Kopf fast achtmal soviel für das Gesundheitswesen als die 19-44 Jährigen auf. In Deutschland sind die Kosten für die Langzeitpflege deutlich gestiegen. Die folgenden Grafik soll das ganze einmal verdeutlichen.

Quelle: http://www.welltower.com

Da die Kosten für die Gesundheit und Pflege jährlich steigen werden viele Unternehmen und REITs die sich in diesem Sektor befinden, davon in den nächsten Jahrzehnten profitieren. Um nur einige Beispiel aus dem Gesundheits-Sektor zu nennen: Welltower (Gesundheits-REIT), Omega Healthcare (Gesundheits-REIT), Fresenius (Gesundheitspflege), Johnson & Johnson (Pflegeartikel), AbbVie (Pharma) und Bayer (Pharma).

Ich denke besonders die Gesundheits-REITs (Watchlist & Kauf von REITs) werden hier mit ihren Krankenhäusern und Gesundheitszentren, Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen sowie Wohneinheiten für Senioren den größten Wachstum in den nächsten Jahren aufweisen. Aber auch die anderen Firmen, die ich oben erwähnt habe.

Da die Menschen, egal wie die Wirtschaftslage ist auf ihre Gesundheit achten und dafür eher Geld ausgeben, als für ein schönes Auto sehe ich diese Branche als sehr solide (Hinweis: Es ist keine Anlageberatung – nur meine eigene Meinung) an. Das Geschäftsmodell mit der Gesundheit kann nicht verkehrt sein, da wie bereits erwähnt die Menschen immer älter werden und dadurch viel mehr Arzneimittel, Pflege und Pflegeartikel, sowie einen Platz beim Krankheitsfall oder im Alter bedürfen.

Gesundheitsausgaben pro Kopf in USA und OECD Länder. Quelle: CMS und OECD
Gesundheitsausgaben pro Kopf in USA und OECD Länder. Quelle: CMS und OECD

Laut OECD wurde 2017 vom deutschen Staat und Bürger gemeinsam 368 Mrd. Euro ausgegeben. Das macht 11,3 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die USA ist übrigens mit 17,9% des Bruttoinlandsproduktes weltweit Spitzenreiter.

Fazit – Steigende Gesundheitskosten

Da die Kosten durch immer höhere Lebenserwartung steigen und der Hightech-Einsatz in Klinken, Rehas, Altersheimen und Pharma-Unternehmen auch immer größer und teurer wird, steigen automatisch die Ausgaben für die Gesundheit, wie es in den beiden Grafiken „Gesundheitsausgaben pro Kopf in USA und OECD Länder“ sehen kann.

Potenzial für Unternehmen und REITs in dieser Branche? Natürlich… Was meinst du, wie siehst du die Lage der Branche, die sich mit der Gesundheit ihr Geld verdient?

An der Börse sagt uns oft das Gefühl, was mir machen, und der Verstand, was wir vermeiden sollen. (André Kostolany)

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