Emittent

Ein Emittent ist ein Herausgeber von unterschiedlichen Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Zertifikate). Ein Emittent kann sowohl ein privates Unternehmen als auch eine öffentlich-rechtliche Organisation sowie Körperschaft. Die Emission (die Herausgabe von Aktien an die Börse wird auch als Emission bezeichnet) von Wertpapieren hat ein Ziel und zwar die Kapitalbeschaffung durch deren Verkauf!

Als Emittent wird derjenige bezeichnet, welcher Wertpapiere herausgibt. Somit kann der Staat oder auch einzelne Unternehmen als Emittent auftreten. Die Wertpapiere müssen natürlich auch auf dem Geld- und Wertpapiermarkt gehandelt werden.

Tritt der Staat als Emittent auf, so gibt dieser in der Regel Staatsanleihen heraus. Bei Unternehmen sind es für gewöhnlich Aktien, welche in Umlauf gebracht werden. Des Weiteren gibt es von Emittenten sogenannte Optionsscheine. Wie bereits erklärt hat hier der Käufer eine gewisse Option auf eine zugesicherte Leistung. Optionsscheine werden in den meisten Fällen von Kreditinstituten herausgegeben.

Die verschiedene Institutionen

Die privaten Emittenten sind Aktiengesellschaften, Banken und Fondsgesellschaften.

  • Die Aktiengesellschaft gibt Aktien heraus, dabei gibt es verschiedene Emissionen. Zum einen die Erstemission beim Börsengang und zum Anderen die Emissionen zur  Kapitalerhöhung (eine Aktiengesellschaft beliebig neue Aktien herausgeben). Große Unternehmen leihen sich zudem Geld über Unternehmensanleihen.
  • Die Banken geben eigene Finanzprodukte, so genante Schuldverschreibungen (das können die unterschiedlichsten Produkte sein). Es sind Anleihen und Daueremissionen (Festgelder, Sparbriefe, Zertifikate).

Die Körperschaften sind Städte, Kommunen, Bundesländer und Staaten. Der Staat kann verschiedene Bundeswertpapiere heraus geben. Das können Bundesschatzbriefe oder Anleihen sein. Die Bundesländer emittieren auch Anleihen.

Notenbanken geben ebenfalls Wertpapiere heraus, das Papiergeld. In diesem Fall sind auch Notenbanken als Emittenten anzusehen.

Beim Kauf von Wertpapieren sollte man auf den Emittenten achten – für die Sicherheit spielt die Bonität des Emittenten eine entscheidende Rolle!

Bonität der Emittenten

Ganz wichtig bei den Käufen von Anleihen, Zertifikaten und Aktien ist die Bonität des Emittenten. Ein ganz wichtiges Kriterium  für jeden soliden Anleger! Nur solvente Herausgeber (Emittenten) können sichere Kapitalprodukte anbieten, als sehr solvent gilt hier der Staat.

Im Beitrag „Silber und Gold als ETF, ETC“ habe ich den Unterschied von ETF und ETC erläutert. Falls man sein Vermögen in Form von Edelmetallen absichern, dies aber nicht in physischer Form tun möchte kann dies über ETCs und ETFs tun. ETFs gelten als Sondervermögen und werden vom Emittenten außerhalb des eigenes Vermögens verwahrt. Sollte hier der ETF-Emittent Pleite gehen, so bleibt das investierte Vermögen des Anlegers unberührt.

Anders bei den ETCs, den das stellt kein Sondermögen da, da es sich um Form eines Zertifikats handelt. Sollte der Emittent vom ETC bzw. Zertifikat in die Insolvenz gehen – so ist das investierte Geld der Anleger in diese Produkte auf weg. Ein Beispiel ist einer der größten Banken der Welt: Lehman Brothers. Bei der Insolvenz der Bank haben viele Anleger, die Zertifikate besitzt haben einen Totalverlust hin nehmen mussten.

Ein Investment liegt immer dann vor, wenn nach einer gründlichen Analyse in erster Linie Sicherheit und erst im Anschluss daran eine zufriedenstellende Rendite steht. (Benjamin Graham)

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