Passives Einkommen mit Dividenden

Es gibt viele Möglichkeiten sich ein passives Einkommen zu generieren. Am einfachsten ist es, wenn man stets Einnahmen durch Zinsen und Dividenden erhält. Der Haken dabei ist, es wird Kapital benötigt um in Dividenden-Titeln (Wertpapiere) zu investieren. Es müssen natürlich nicht immer Aktien sein, es können auch ETFs ausgewählt werden. Über mein Projekt „Jeden Monat Dividende“ erhalte ich mittlerweile einen regelmäßigen Geld-Rückfluss (CashFlow).

Falls man an passiven Einnahmen durch Dividenden interessiert ist, hat man mehrere Möglichkeiten dies mit der so genanten Dividenden-Strategie zu erlangen.

Passives Einkommen Dividende

Eine kurze Zusammenfassung – wie man sich durch Dividenden und Optionsprämien ein regelmäßiges und vor allem wachsendes passives Einkommen generieren kann:

  • 1. Möglichkeit (mit wenig Aufwand möglich): um mit quartalsweise ausschüttende Dividenden-Aktien einen monatlichen Cash-Flow zu erzeugen, benötigt man lediglich drei überschneidungsfreie Aktien oder ETFs die einmal im Quartal ausschütten. Um das Risiko zu minimieren, kann man statt drei auch, sechs oder neuen unterschiedliche Wertpapiere nehmen, die entsprechend eine Dividende ausschütten. Dazu kann ich diese beiden Beiträge empfehlen: Passives Einkommen generieren – mit nur 3 Aktien jeden Monat eine Dividende erhalten und Dividenden-ETFs – Jeden Monat Ausschüttungen!
  • 2. Möglichkeit: in möglichst viele Dividenden-Aristokraten, REITs und Aktien mit einer soliden Dividenden-Historie investieren. Die Unternehmen, die als Dividenden-Aristokraten bezeichnet werden, sind Unternehmen mit einer regelmäßigen und hohen Dividenden Ausschüttung sowie einer kontinuierlichen Dividenden-Dynamik (Erhöhung der Dividende). Mein Depot wird dementsprechend auf gebaut: Aktuelles Depot.
  • 3. Möglichkeit: passives Einkommen nicht nur durch Dividenden, sondern zusätzlich mit Optionsprämien generieren. Es werden Call-Optionen auf die vorhandenen Aktien (eigene Aktien im Depot) verkauft und erhält dafür eine Prämie. Bei Call-Optionen (Calls) hat der Käufer das Recht die Aktien in einem festgelegtem Zeitpunkt bis zum Verfallsdatum zu einem bestimmten Kurs (Strike) zu kaufen. Für dieses Recht erhält man die oben erwähnte Prämie. Wird der Kurs erreicht, muss die Aktie verkauft werden – bleibt es unter dem Kurs, behält man die Aktien (die Prämie wird in beiden Fällen behalten).

Um ein passives Einkommen generieren zu können wird Geld benötigt. Da nur wenige eine hohe Erbschaft erhalten, muss das Kapital was einem zu Verfügung steht (z.B. Gehalt) richtig eingesetzt werden. Ein Teil davon muss für zukünftige finanzielle Freiheit gespart und anschließend richtig investiert werden. Das investierte Geld sollte möglichst eine hohe Rendite erzielen.

Um das Risiko so klein wie Möglich zu halten, kann man in viele Einzel-Aktien oder ETFs investieren. Die langfristig kostengünstigste Möglichkeit wäre natürlich das Investment in viele Einzel-Aktien – was aber auch gleichzeitig mit dem größten Aufwand verbunden ist, denn die Unternehmen erfordern eine gründliche Analyse vor dem Kauf und benötigen regelmäßige Überwachung. Bei den ETFs entfällt der Aufwand – langfristig entstehen hier aber höhere Kosten als bei Einzel-Aktien (jährliche Kosten von 0,1 – 0,3 Prozent).

Entscheidet man sich als vorsichtiger und konservativer Anleger für die Einzel-Aktien, dann sollte man darauf achten, dass die Unternehmen ihre Dividende aus dem Gewinn zahlen sowie eine kontinuierliche Dividenden-Dynamik vorzuweisen haben.

Dividenden & Gewinne

Sobald man sich ein Portfolio mit soliden Dividenden-Aktien mit gutem Gewinn-Wachstum zugelegt hat, wird man sich nicht nur an den Dividenden erfreuen, sondern kann sein Depot beim wachsen zusehen. In der Regel entwickelt sich ein Dividenden-Depot um durchschnittlich 6-10 Prozent pro Jahr (es gibt auch Ausnahmen – Verlust Jahre gibt es übrigens auch. Wertpapiere haben immer ein Risiko!). Zudem wächst nicht nur der Kurs der Aktien (bei guten Unternehmen, die ihr Gewinn regelmäßig steigern), sondern auch die Dividende. Die durchschnittliche Dividende wird jährlich um etwa acht Prozent erhöht (ist eine schöne Gehaltserhöhung wie ich finde).

Dividenden Wachstum
Dividenden Wachstum

Im Beispiel habe ich einen Anleger genommen, der ein Depot mit 100 unterschiedlichen Aktien hat (es können Coca-Cola, IBM, Nestle, Amgen und Fastenal enthalten sein). Der Wert des Depots ist 250.000 € und die errechnete Dividenden-Rendite beträgt 3,5 Prozent. Daraus würde man ein passives Einkommen von 8.750 Euro im Jahr erhalten (Steuern berücksichtige ich nicht). Das wäre ein monatlicher CashFlow von etwa 730 Euro. Durch die Dividenden-Steigerung von ca. acht Prozent würde die monatliche Ausschüttung im zweiten Jahr bereits schon 790 Euro betragen. Im dritten Jahr wäre die Ausschüttung pro Monat sogar 850 Euro.

Dementsprechend erhält der Anleger regelmäßig vom Unternehmen eine Dividende direkt auf sein Konto. Außerdem sind da noch die Kurssteigerungen, die aber in der Regel den Dividenden-Anleger weniger interessieren – da man als Dividenden-Investor nicht vor hat, die Aktien zu verkaufen. Es ist ein schöner Nebeneffekt, wenn das Depot größer wird und nicht kleiner!

Weitere Einkommensquelle

Um nun das Einkommen weiter zu erhöhen (würde diese Möglichkeit nicht mehr zwingend als passives Einkommen bezeichnen) kann man Call-Optionen verkaufen um Optionsprämien zu erhalten. Call-Optionen deswegen, weil bereits ein solides Depot mit guten Dividenden-Werten enthalten ist – bietet sich diese Ergänzung für einen Dividenden-Investor an (wird Covered-Call-Strategie genannt). Die Prämienhöhe für eine Option hängt vom Ausübungskurs (Strike) zum aktuellen Aktienkurs ab. Die Prämie ist höher, desto näher diese Kurse beieinander sind – da die Wahrscheinlichkeit für die Ausübung höher ist.

Bei Call-Optionen (Calls) hat der Käufer das Recht die Aktien in einem festgelegtem Zeitpunkt bis zum Verfallsdatum zu einem bestimmten Kurs (Strike) zu kaufen. Für dieses Recht erhält man eine Prämie. Wird der Kurs erreicht, muss die Aktie verkauft werden – bleibt es unter dem Kurs, behält man die Aktien (die Prämie wird in beiden Fällen behalten). Im Durchschnitt lassen sich so Prämieneinnahmen von einem bis zu drei Prozent erzielen.

Machen wir dazu einen Beispiel: Die Aktie (z.B. Coca-Cola) kostet 45 USD (40 €) und es werden 3,5 Prozent Dividende im Jahr ausgeschüttet. Im Depot befinden sich 200 Stück von dieser Aktie, so würde die jährliche Dividende 315 USD betragen. Zusätzlich werden monatlich Call-Optionen auf diese Aktie geschrieben. Die Optionsprämie beläuft sich z.B. auf 30 USD im Monat, was 360 USD im Jahr wären (ein Options-Kontrakt besteht immer aus 100 Aktien – in diesem Beispiel erhält man 0,15 USD pro Option). Somit lassen sich die Einnahmen von 315 USD aus Dividende um weitere 360 USD aus Optionen erweitern. Die Rendite für die Aktie wäre demnach nicht 3,5 Prozent sondern 7,5 Prozent p.a. (es sollte darauf geachtet werden, dass das Recht zur Ausübung vom Käufer gezogen werden kann – dann würde man die Aktie für den vereinbarten Kurs verkaufen).

Die meisten Calls laufen aktuell auf 48 bis 50 USD. Würde man eine Call-Option auf den Ausübungskurs 48 USD schreiben und der Kurs würde die 48 USD erreichen, würde man die 200 Aktien für je 48 USD verkaufen und die Prämie erhalten. Würde zum Verfallsdatum der Kurs unter 48 USD bleiben, dann erhält man nur die Prämie.

Call Put Coca-Cola
Call Put Coca-Cola

Fazit

Es gibt mehrere Möglichkeiten sich die finanzielle Freiheit durch ein passives Einkommen zu erfüllen. Disziplin und das Wissen wie man es machen muss zudem natürlich einwenig Anfangskapital sind nötig. In dem man in solide Dividenden Aktien investiert kann man sich auf Jahre betrachtet ein ordentliches passives Einkommen generieren.

Ein Bankier ist ein Kerl, der Ihnen bei schönem Wetter einen Regenschirm leiht und ihn zurückverlangt, sobald es regnet. (Mark Twain)

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Comments (5)

Hallo Vita,

ein schöner Beitrag! Über euer Blog bin ich darüber gestolpert, dass ich auch bei einem meiner Broker (Consorsbank) auf Einzelaktien einen Sparplan abschließen kann. Für die erste Aktie habe ich das bereits getan. Ich möchte nun schrittweise meine Sparpläne in ETFs ablösen und stattdessen in dividendenstarke Einzelaktien investieren.

Einen groben Überblick welche Kennzahlen für die Auwahl wichtig sind habe ich bereits aus eurem Blog herauslesen können. Was mir noch fehlt ist eine Software/Website welche mir diese Kennzahlen und die entsprechenden historischen Daten übersichtlich aufbereitet zur Verfügung stellt. Momentan muss ich diese mühsam (und lückenhaft) von mehreren Webseiten zusammentragen. Das muss auch einfacher gehen. Habt ihr hierzu Empfehlungen?

Viele Grüße
Marcel

Hallo, vielen Dank!

ich nutze folgende Tools:
* Aktienfinder.net (kostenpflichtig)
* finanzen.net
* de.marketscreener.com
* seekingalpha.com
* barchart.com
* ariva.de
* finviz.com

Besonders gern nutze ich Aktienfinder.net (dort habe ich alle Daten die ich brauche gebündelt). Wenn man diesen Screener aber nutzen möchte, wird eine kleine Gebühr fällig. (Falls Interesse besteht, kann ich da vielleicht eine Vergünstigung für meiner Leser rausholen?).
Als Free-Website nehme ich auch gern den de.marketscreener.com. Dort sind auch sehr viele Daten vorhanden!!!

Ich hoffe ich konnte etwas weiter helfen.
Gruß Vita

Wenn du da ein Sonderangebot rausholen könntest wäre das natürlich super. Ein paar Euro monatlich wäre es mir das schon Wert wenn ich dadurch viel Zeit sparen kann.

Hallo Vita,

konntest du da was erreichen? Ich wollte euch per email kontaktieren, aber die Mail kommt zurück mit „smtp; 550-[IP-Adresse] is not allowed to send mail from gmx.net“. Hört sich für mich so an als ob euer Relay da nicht korrekt konfiguriert ist.

Hallo Marcel,
danke dir!
Leider gibt es da keine Vergünstigung. nur direkt auf der Seite von Torsten.
Gruß Vita

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